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Sie ist dem heiligen Nikolaus geweiht und befindet sich am südlichen Ortsrand, von einem Friedhof umgeben. Es ist ein frühgotischer Bau aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts. Im Inneren wurde die Kirche 1865 renoviert und 1926 restauriert
Die Orgelempore stammt aus dem 19. Jahrhundert.
Die mittelalterliche Filialkirche hl. Nikolaus befindet sich auf einem ein wenig höher gelegenen, wehrgrabenartig umschlossenen Plateau, wurde aber vom Hochwasser doch stark in Mitleidenschaft gezogen.

Die Ortsgemeinde nahm nach der Überflutung in vorbildlicher Weise trotz der furchtbaren Schäden an persönlichem Hab und Gut die Austrocknung und Sanierung des Gotteshauses zur möglichst raschen Wiederbenützung in Angriff und bewältigte dies erfolgreich. Im Zuge der näheren Befas­sung mit der Kirche wurden, versteckt im Dachraum über dem Seitenschiff an der nordseitlichen Langhauswand, bedeutende Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert gefunden. Eine der Darstellungen stellt den Sündenfall dar. Über die Wandmalereien wird derzeit im Rahmen einer Diplomarbeit der Akademie der bildenden Künste, Fachrichtung Konservierung und Restaurierung, eine eingehende Untersuchung, Notsicherung und Proberestaurierung durchgeführt.


Sanierung und Restaurierung nach dem Hochwasser

Der Ort Winkl liegt südlich von Kirchberg am Wagram in unmittelbarer Nähe zum Nordufer der Donau im Tullner Becken. Das Dorf wurde im Zuge des verheerenden Hochwassers im Sommer 2002 besonders getroffen. Durch den Rückstau an der Donau sammelte sich das aus dem Waldviertel kommende, durch Gifte und Schadstoffe stark belastete Hochwasser tagelang in dem an sich bereits sehr flachen Gelände.
Die mittelalterliche Filialkirche hl. Nikolaus befindet sich am südlichen Ortsausgang auf einem ein wenig höher gelegenen, wehrgrabenartig umschlossenen Plateau, wurde aber vom Hochwasser doch stark in Mitleidenschaft gezogen.
Die Ortsgemeinde hat dann nach der Überflutung in vorbildlicher Weise trotz der furchtbaren Schäden an persönlichem Hab und Gut die Austrocknung und Sanierung des Gotteshauses zur möglichst raschen Wiederbenützung in Angriff genommen und erfolgreich bewältigt.
Die Kirche konnte mittels der bereits installierten, außenluftabhängigen Querdurchlüftung und beigestellten Entfeuchtungsgeräten soweit möglich getrocknet werden. Die feuchten Kirchenbänke wurden ausgeräumt und nach der Sanierung des Unterbaues wieder montiert. Die Begasung der Kirche im letzten Jahr gegen den akuten Schädlingsbefall sollte weitere Pro­bleme an der Einrichtung hintan­halten. Die vom stehenden Wasser geschädigten Teile des Hochaltares werden noch von dem vom Bundesdenkmalamt beigebogenen Restaurator ausgebessert. Im Zuge der näheren Befas­sung mit der Kirche wurden, versteckt im Dachraum über dem Seitenschiff an der nordseitlichen Langhauswand, bedeutende Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert aufgefunden. Eine der Darstellungen stellt den Sündenfall dar. Über die Wandmalereien wird derzeit im Rahmen einer Diplomarbeit der Akademie der bildenden Künste, Fachrichtung Konservierung und Restaurierung, eine eingehende Untersuchung, Notsicherung und Proberestaurierung durchgeführt.

 

Wandmalereien 

Im Sommer 2003 wurden im Zuge einer Untersuchung zur Baugeschichte der Kirche in Winkl Teile der ursprünglichen romanischen Außendekoration gefunden. Die um ca. 1220 entstandenen Malereien sind an der nördlichen Langhauswand ausgeführt und wurden wahrscheinlich noch im Mittelalter durch das Dach eines später angebauten Seitenschiffes verdeckt. Mit fast lebensgroßen Figuren sind Adam und Eva (Sündenfall) und daran anschließend eine Szene mit einem Reiter dargestellt. Der Grund für die ikonografisch ungewöhnliche Kombination und der Zusammenhang der beiden Szenen konnte bis jetzt noch nicht geklärt werden. Da mittelalterliche Außenwandgestaltung äußerst selten ist, stellt die Malerei in Winkl eine wertvolle Bereicherung der Kunst- und Kulturlandschaft Niederösterreichs dar.

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