Geschichte

KG Kollersdorf
Sachsendorf ist ein Straßendorf südwestlich von Kirchberg am Wagram. Urkundlich wurde der Ort um 1230 erwähnt. Es gibt überwiegend eingeschossige Verbauung durch Zwerchhöfe.

Kapelle

Die Kapelle wurde in den Jahren 1842 bis 1843 errichtet. Sie ist als schlichter Apsisbau ausgeführt. Seitliche Lunettenfenster erhellen den mit einer Flachdecke ausgestalteten Innenraum. Bereits von weitem sichtbar ist der mächtige Dachreiter mit Rundbogenfenstern und einer mit Blech beschlagenen Biedermeierhaube. Schutzpatron ist der hl. Josef. Im Jahre 2011 hat sich der Dorferneuerungsverein Kollersdorf-Sachsendorf die Renovierung der Ortskapelle zum Ziel gesetzt. Diese umfasste das Lackieren der Dachreiterverblechung, Erneuerung des inneren und äußeren Sockelputzes und die Färbelung des gesamten Innen- und Außenbereiches. Insgesamt wurden 520 Arbeitsstunden freiwillig geleistet. Beim Kapellenfest am 8. Juli 2012 nahm Monsignore Josef Morgenbesser die Segnung der neu renovierten Ortskapelle vor.

Kriegerdenkmal Sachsendorf

Das Kriegerdenkmal wurde am 1. Juli 1923 von Pfarrer Josef Dedelbacher geweiht. Die Errichtungskosten wurden durch Spenden der Ortsbewohner gedeckt. Das Denkmal ist in Wachauer Marmor ausgeführt. Der Obelisk trägt einen Adler mit ausgebreiteten Schwingen, das „Eiserne Kreuz“ steht für „hervorragende soldatische Pflichterfüllung“. Die Anlage ist mit einem schmiedeeisernen Einfassungsgitter umgeben. Pfarrer Wilhelm Grubmüller berichtet in der Altenwörther Pfarrchronik, dass am 3.11.1957 das Kriegerdenkmal geweiht worden ist, nachdem zuvor je 2 Steintafeln mit den Namen der im 2. Weltkrieg Gefallenen angebracht worden waren. 1985 wurden Sanierungsmaßnahmen und die Vergoldung der Inschriften vorgenommen.

Zeitenblicke

Unter diesem Titel hat der Dorferneuerungsverein Kollersdorf-Sachsendorf ein Projekt zum Ideenwettbewerb der NÖ Dorf- und Stadterneuerung eingereicht.
Das Projekt befasst sich mit den Veränderungen der Dörfer in den letzten 100 Jahren. Vor allem das Verlorengehen der dörflichen Nutzungsvielfalt hat einen Strukturwandel herbeigeführt, der letztendlich auch massive Auswirkungen auf das Ortsbild mit sich gebracht hat. Der über viele Jahre und Jahrzehnte gewachsene und bäuerlich orientierte Dorfcharakter musste oftmals moderner Architektur Platz machen. Zehn Tafeln mit historischen Ansichten, aufgestellt genau dort, wo die Originalaufnahmen einst entstanden sind, ermöglichen diesen Blick in eine längst vergangene Zeit und zugleich auch einen Vergleich mit der Gegenwart.
Das Projekt „Zeitenblicke“ wurde in der Kategorie „Identität“ ausgezeichnet, die feierliche Überreichung des Finanzierungsschecks durch LH Stv. Mag. Johanna Mikl-Leitner fand am 23. Jänner 2017 im Landhaus in St. Pölten statt.

 

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