Geschichte

Oberstockstall ist ein Doppelstraßendorf nördlich des Wagrams. Es gibt Funde aus der Urnenfelder- und Hallstattzeit. Urkundlich wurde Oberstockstall 1133 und 1938 erwähnt. In der Ortschaft befinden sich überwiegend Zwerchhöfe, an der zum Schloss ansteigenden Straße einige Hakenhöfe mit schlichten Putzfassaden aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Schloss

Das Schloss befindet sich in erhöhter Lage im Südwesten des Ortes. Es ist ein Renaissancebau aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, über mittelalterlichem Vorgängerbau gebaut, im Anschluss an eine frühgotischen Kapelle errichtet. Anfang des 17. Jahrhunderts wurde der Trakt nach Norden verlängert und im späteren 17. Jahrhundert durch Wirtschaftstrakte erweitert. Ursprünglich war es ein Wirtschaftshof des Bistums Passau, um 1548 durch Kanonikus Christoph Trenbeck als Herrschaftssitz ausgebaut. Im 18. Jahrhundert fungierte der Bau als Verwaltungssitz des Passauer Dom­kapitels.

Kapelle

Die Schlosskapelle befindet sich an der Südseite, ein schmaler, hoch gestreckter Rechteckbau, der um 1320 entstand.

Schlossgebäude Unregelmäßige, zwei- bis dreigeschossige Anlage mit Wohn- und Wirtschafts­gebäuden um einen rechteckigen Hof. Der Südtrakt schließt im Westen an der Kirche an.

Häuser

Haus Nr. 23 „Bärenhof“: zweigeschossiger Bau, zum Teil aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts. Im Hof steht eine lebensgroße Steinfigur eines aufrecht stehenden Bären aus dem 17. Jahrhundert

Kleindenkmäler

Sandsteinfigur des heiligen Johannes Nepomuk aus dem 2. Viertel des 18. Jahrhunderts, zu einer Kriegergedenkstätte erweitert.
Pfeilerbildstock aus dem16. bis 17. Jahrhundert
Pfeilerbildstock im Norden des Ortes mit Inschrift und der Bezeichnung 1680.

BärenhofBärenhof

 

 

 

 

 

Schlosskapelle Gut OberstockstallSchlosskapelle Gut Oberstockstall

 

 

 

 

 

 

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