Geschichte

Saubere Energie aus schöner Landschaft

Seit dem 1. März 1973, dem gleichen Tage, an dem der erste Maschinensatz des mittlerweile in Vollbetrieb stehenden Donaukraftwerkes Ottens­heim - Wilhering Strom in das österreichische Ver­bundnetz lieferte, arbeitete die Österreichische Donaukraftwerke AG im Hauptbauwerksbereich Altenwörth an der Errichtung dieser neuen und größten Energiequelle in Niedrigbauweise.
Ende April 1974 waren nicht weniger als 1700 Be­schäftigte an der Baustelle tätig. Die im Zuge der Arbeiten eingesetzte Maschinenleistung betrug mehr als 33.000 PS, rund 6,4 Millionen Kubik­meter Sand und Kies und über 1 Million Kubik­meter Schlieraushub wurden bei den Erdbewe­gungen bis zu diesem Zeitpunkt bewältigt. Die verbaute Betonmenge hatte bereits eine halbe Million Ku­bikmeter überschritten. Die Inbetriebnahme erfolgte 1976.

Im rechtsufrig angeordneten Krafthaus erzeugen neun Maschinensätze, bestehend aus je einer Kaplan- Rohrturbine und je einem direkt gekoppeltem Drehstromgenerator, "Strom aus dem Strom". Mit einer Nennleistung von 328 000 Kilowatt ist es das leistungsstärkste Donaukraftwerk und erzeugt rund 1 Sechstel des an der österreichischen Donau gewonnenen Stroms aus erneuerbarer Wasserkraft.

Ohne Zweifel brachte die Errichtung so großer Anlagen, wie dies die Donaukraftwerke der DOKW sind, landschaftliche Eingriffe während der Bau­zeit mit sich. Die Eingriffe in die Natur wurden jedoch nach Beendigung der Ar­beiten wieder behoben. Erfreu­licherweise haben aber die Donaukraftwerke mit ihren bisher verwirklichten Anlagen den Beweis erbracht, dass die Gewinnung sauberer Energie durchaus mit der Erhaltung, ja vielfach sogar Ver­schönerung des Landschaftsbildes Hand in Hand gehen kann: Nicht nur der Gestaltung des Hauptbauwerkes, sondern auch dem Naturschutz dien­lichen Maßnahmen in den Stauräumen wurde größ­tes Augenmerk zugewendet. Die enge Zusam­menarbeit der Planer und Bauingenieure mit den Fachleuten der Landschaftsgestaltung, die nicht nur denkmalpflegerische Aspekte sondern auch die Pflanzensoziologie berücksichtigten, garantierten zeitgemäßen Natur- und Landschaftsschutz im weitesten Sinne. Bei der Errichtung des Stauraumes wurde ein Bootshafen an der ehemaligen Traisen- Mündung angelegt. Die Neubauten wurden mit allen hy­gienischen Notwendigkeiten ausgestattet, Grün­anlagen entstanden, ja sogar neue Erholungsge­biete für die Anrainer und den Fremdenverkehr, staubfreie Straßen, Wasserleitungen und Klär­anlagen wurden geschaffen.

Donaukraftwerk Altenwörth Foto: pistipixel.atDonaukraftwerk Altenwörth

 

 

 

Turbine Donaukraftwerk Altenwörth Foto: pistipixel.atTurbine

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