Schloss Grafenegg

E
rstmals 1294 im Urkundenbuch von Herzogenburg erwähnt, hat seine heutige Gestalt zwischen 1840 und 1873 durch den Wiener Dombaumeister Leopold Ernst erhalten und gilt als einer der bedeutendsten romantischen Schloßbauten in Österreich. Das Schloss wurde zwischen 1945 und 1955 devastiert und verfiel in den Folgejahren. Seit 1967 läuft mit Hilfe von Bund und Land eine Aktion zu seiner Sicherung und Revitalisierung.

Im Rahmen der 1971 nachhaltig einsetzenden Wiederbelebungsversuche spielen neben den Jah­resausstellungen die „Grafenegger Schlosskon­zerte" die tragende Rolle, während als die wohl populärste Veranstaltung der „Grafenegger Advent“ zu bezeichnen ist, der seit 1976 jedes Jahr Anfang Dezember gemeinsam mit dem ORF-Landesstudio Niederösterreich durch­geführt wird.
In den Jahren 1984 und 1986 bzw. 1987 war Grafenegg Schauplatz einer Niederösterreichischen Landesausstellung mit dem Titel „Das Zeitalter Kaiser Franz Josephs".

Grafenegg liegt in einem Englischen Park mit zahlreichen Baum­exoten.

E-Mail: kultur@grafenegg.at
Internet: www.grafenegg.at


Außenansicht  



Außenansicht   



>>mehr Fotos





Heldenberg

Joseph Wenzel Graf Radetzky von Radetz (1766-1858), der bedeu­tendste Heerführer Österreichs in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, liegt hier begraben. Jo­sef Pargfrieder errichtete für ihn den Heldenberg.
Nicht weit von Schloss Wetzdorf entstand diese patriotische Schöpfung. Erzbüsten berühmter Männer der Wissenschaft und Kunst säumen den Weg zwischen Schloss und dem nahe gelegenen Heldenberg. Damit der böhmische Graf Radetz­ky seinen letzten Schlaf umgeben von einer sonderbaren Welt aus Zinn und Stein am Heldenberg finden konnte, musste der Armeelieferant dem Kaiser den Heldenberg schenken und wurde dafür in den Ritterstand erhoben.
1863 starb Pargfrieder und folgte so Wimpffen (1854) und Radetzky (1858) in die Gruft am Heldenberg, über der ein Obelisk thront.
Die Privatstiftung Schloss Wetzdorf setzt auf Expansion und will auch nach dem kulturellen Höhe­punkt der Landesausstellung 2005 einen Impuls in der Region setzen, die dem Lan­deshauptmann, Dr. Erwin Pröll, als seine engste Heimat am Herzen liegt: Ein Stall wird ab 2005 den Lipizzanern der Spani­schen Hofreitschule als Sommer­quartier dienen. Die Nachnut­zung der Ausstellungsfläche in der ehemaligen Meierei ist als Reithalle schon vorgedacht und macht die In­vestition für viele Jahre sinnvoll. Ei­nige Galavorstellungen der berühm­ten Hengste im Rahmen der Landes­ausstellung sind bereits geplant.
Um für Besucher aus nah und fern einen weiteren Anreiz zu schaf­fen, wird zudem der englische Biedermeiergarten anhand von alten Ansichten und mit viel Liebe zum Detail nach einem „verwilder­ten Dornröschenschlaf wieder in den Originalzustand versetzt. Der Mittelpunkt des romantischen Gar­tens wird zweifelsohne vom Aus­sichtsberg, dem „Parnass", gebildet, von dem ein wunderbarer Blick auf das Gelände ringsum genossen wer­den kann.

internet:
www.zeitreiseheldenberg.at
www.schmidatal.at
Tel.:02958-822 30


Außenansicht  



Außenansicht   



>>mehr Fotos





Amethystwelt

Maissauer Amethyst GesmbH
Franz Gilly Gasse 7
3712 Maissau
Tel.: 02958 84 840 0
E-Mail: amethyst@maissau.at
Internet: www.amethystwelt.at

Die Bildung der Maissauer Amethyst begann vor ca. 550 Mio. Jahren. Vorkommen mit seiner Ausprägung als Bänderamethyst gilt weltweit als einzigartig.

Wissenschaftliches
Stein und Farbe
Der Amethyst ist eine Varietät der Quarz-Gruppe. Quarz ist eines der häufigsten Mineralien der Erdkruste. Quarz ist chemisch SiO2 mit feinsten Beimengungen von Al, Fe, Ca, Mg, Li und Na, besitzt die Härte 7 nach der 10 - teiligen Mohs´schen Härteskala, Dichte 2.63 - 2.65, ist spröde und meist durchsichtig. Kristallographisch gehört der Quarz dem trigonalem Kristallsystem an und findet als Einzelindividuum durch die piezoelektrische Eigenschaft heute vielseitige technische Anwendung als Steuerelement.


Amethyst  



Amethyst  







Ignaz Joseph Pleyel

Ignaz Pleyel war ein hochtalentierter Komponist des 18. und des angehenden 19. Jahrhunderts, der am 18. Juni 1757 in dem kleinen niederösterreichischen Ort Ruppersthal geboren worden ist. Er war somit ein Kind der mariatheresianeschen - josephineschen Geschichtsepoche mit all ihren politischen Verwicklungen und Folgen, ein echter Zeitgenosse von Gluck, Haydn und Mozart. Seine vielfältigen Kompositionen, vor allem auf kammermusikalischem Gebiet, zeichnen sich durch Einfallsreichtum und liebenswürdige musikalische Noblesse aus.
Als Sohn eines Schulmeisters (Martin Pleyel) wurde sein musikalisches Talent frühzeitig entdeckt. Mit Hilfe des Gönners Graf Ladislaus Erdödy erhielt Pleyl ein profundes Musikstudium bei Großmeistern (Vanhal, Haydn). Er entwickelte sich zum Lieblingsschüler des berühmten Joseph Haydn, dem Hofkapellmeister der Fürsten Esterhazy in Eisenstadt. Unterstützt von Erdödy unternahm Pleyel mehrmals musikalische Bildungsreisen nach Italien, wo er viele Persönlichkeiten und Berühmtheiten des Musiklebens seiner Zeit kennen lernte. In Neapel wurde am 30. Mai 1785 seine Oper "Ifigenia in Aulide" im Teatro San Carlo uraufgeführt. 1784 kam er durch Vermittlung des politisch zwiespältigen Diplomaten Prinz Rohan als Assistent des Domkapellmeisters Franz - Xaver Richters nach Straßburg. 1789 wurde er selbst Domkapellmeister. Zu dieser Zeit entwickelte er eine reiche, hauptsächlich kirchenmusikalisch orientierte, Konzert- und Kompositionstätigkeit. Leider fielen aber bald die Schatten der französischen Revolution auf Pleyel und seine inzwischen gegründete Familie (1788 heiratete er die Tochter eines Straßburger Teppichwebers, Francoise Gabrielle Lefebvre; dieser Ehe entstammen vier Kinder, darunter der später als Klaviervirtuose bekannte Camille, der dem Vater in Paris als Klavierbauer und Musikverleger nachfolgte.) 1791 erfolgte eine Reise nach London, wo Pleyel als Konkurrent seines eigenen Lehrers Haydn aufgebaut werden sollte. Durch das gute Einvernehmen der beiden Musiker jedoch ging dieser Plan nicht auf, trotzdem wurde das musikalische Wirken beider in jeder Hinsicht erfolgreich. Als österreichischer Adeligen- und Klerikergünstling mehrfach denunziert, wird er bei seiner Rückkehr aus London in Straßburg verhaftet und kann sich nur durch die Komposition einer monströsen Freiheitshymne, wodurch er seine "patriotische Gesinnung" beweist, vor der Guillotine retten. Die Komposition (auch als Toscin allegorique bekannt) mit Kirchenglocken, Chören und Schlachtenlärm dauerte acht Stunden und fand bei den Revolutionären großen Anklang, so dass sie an den folgenden Tagen wiederholt werden musste. Allerdings hatte Pleyel nun von den revolutionären Gegebenheiten in Straßburg genug, und er übersiedelte samt Familie 1795 nach Paris, wo er 1807 eine Klaviermanufaktur und einen Verlag gründete. Er gilt auch als Erfinder der Taschenpartitur. Ab 1824 zog sich Pleyel immer mehr aus dem Musikleben zurück und beschäftigte sich mit Landwirtschaft. Am 14. November 1831 starb er, wohl bewusst, dass seine Kompositionsstil von der Romantik überholt worden ist. Pleyel schrieb nicht weniger als 29 Symphonien, 8 Symphonies Concertantes, ca. 70 Quartette, 17 Quintette, 48 Trios, 64 Duette, ferner Hymnen und Lieder, sowie viele Bearbeitungen schottischer Volkslieder, ein hochinteressantes Requiem, Messen und diverse Kirchenmusik. Er liegt auf dem Pariser Friedhof Pere Lachaise inmitten der Grabstätten anderer musikalischer Berühmtheiten (z. B. Mehul, Bizet, Cherubini und Bellini) begraben.

A-3701 Ruppersthal 108
Tel.: 02955 70645
Fax: 02955 71155
E-mail: adolf.ehrentraud.pleyel@aon.at
Internet: http://www.pleyel.at/


Ignaz Joseph Pleyel  
   







Joseph Misson
"Der Homer vom Manhartsberg"

Der wohl berühmteste Mühlbacher ist der Mundartdichter Joseph Misson, der am 14. 3. 1803 als Sohn und jüngstes Kind unter 8 Geschwistern eines, aus Udine stammenden Hausierers und „Kaufmannes“, im Ort geboren wurde. Der Pfarrer von Mühlbach bereitete den intelligenten Knaben zum Besuch des Gymnasiums Krems vor. Joseph besuchte die damals sechsklassige Anstalt bis 1823 und trat im gleichen Jahr als Novize in das Kremser Stammhaus der Piaristen ein. Von 1826 bis 1853 war er als Professor an verschiedenen Gymnasien in Horn, Krems, Freistadt, Wien (St. Thekla) tätig. Seine zunehmende Schwerhörigkeit beendete seine Lehrtätigkeit und er wirkte als Geistlicher in Krems und Stein, verstarb 1875 völlig taub als Bibliothekar von St. Thekla in Wien. Sein Biograf, der Piarist Dr. Karl Landsteiner, kennzeichnet Misson als spätreifenden, fantasievollen Menschen. In ihm lebte ein ungestilltes Fernweh, das sich schon in den Wanderungen äußerte, die er in seiner Gymnasialzeit mit seinem Studienkollegen Boyer aus Mühlbach unternahm. In Wien schuf er sich nach einer geplanten Überseereise eine Traumwelt in den Urwäldern von Amerika, bei den Indianern und im Goldlande Kalifornien. Noch stärker als das Streben in die Ferne war seine Sehnsucht nach dem heimatlichen Mühlbach, das er nur schweren Herzens verlassen hatte und in das er sich in der Abgeschiedenheit seines Ordenslebens, sein ganzes Leben zurücksehnte. Ergreifend klingen daher seine Verse in einem Nachlassgedicht:
Nur noch einmal im Leben möchte ich die Fluren grüßen,
wo der Kindheit Träume mein Haupt umschwebten!

Diese Unerfülltheit äußerte sich bei Misson im Drang zur Mitteilung, zur dichterischen Aussage. Sein „Sich – Mitteilen - wollen“ war zugleich ein Gegengewicht zu seiner Schwerhörigkeit, die ihm den Schuldienst verleideten und den Kontakt zur Außenwelt erschwerten. Es lag daher nahe, dass Misson, ein geborener Erzähler, sich der epischen Form bediente, um seinen inneren Gesichten Gestalt zu verleihen. Für den „Fabelhans“ Misson, der gerne im Freundeskreis seine Schnurren zum Besten gab, war die Gewissheit zu ertauben die schwerste Prüfung seines Lebens.
Sein in Hexametern verfasstes Bauernepos „Da Naz“ gilt als Klassiker der „ui-Mundart“:
Naz, guiti Nacht! Schlaf gsund, Naz! Laß da was Guits bei uns trama!
Naz, gute Nacht! Schlafe gesund, Naz! Lasse dir etwas Gutes bei uns träumen!
„Naz iatzn los – dös, was a da sa, dös sagt da dein Vader,
ich und dein Muider san alt, und dahoam, woaßt as eh, schaut nix aussa.“
„Naz, höre zu – das, was ich jetzt sage, das sagt dir dein Vater,
ich und deine Mutter sind alt, und zu Hause, weißt es ja, ist nichts zu verdienen.“

1953 konstituierte sich ein Misson - Bund, 1974 wurde das Geburtshaus Missons unter Denkmalschutz gestellt und 1975 eine Misson - Gedenkstätte eingerichtet.
In der Misson - Gedenkstätte befindet sich eine der umfangreichsten Mundartbüchereien Österreichs.

E-Mail: misson-bund@aon.at
Internet: www.missonhaus.at


Außenansicht   







Schloss Thürnthal

Das Schloss Thürnthal ist eine ehemalige Renaissanceanlage. Es ist teilweise von einem Wehrgraben, sowie ausgedehnten Parkanlagen und Wirtschaftsgebäuden umgeben. Urkundlich wurde der Bau 1579 im Besitz von Reichard Streun und Schwarzau erwähnt. Der barocke Umbau fand vermutlich 1725 nach Plänen von Fischer von Erlach statt. Durch verschiedenste wirtschaftliche Verwendungen und zweckentfremdeter Nutzung ist das Schloss heute derzeit in "optisch" schlechtem Zustand. Laufende Renovierungsarbeiten sichern den Fortbestand.

Mail: info@schlossthuernthal.at
Internet: www.schlossthuernthal.at


Außenansicht   


>>mehr Fotos